Capital kürt die nachhaltigsten Banken Deutschlands

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[Berlin]
Was macht eigentliche eine nachhaltige Bank aus? Ja, genau, dass haben wir uns auch gefragt. Verbrauchen die weniger Strom? Gibt es nur Bio-Essen in der Kantine? Werden die Computer nur von den Mitarbeitern ohne Atmung (wegen CO2) auf dem Lastenfahrrad betrieben?

Liebe Leserinnen und Leser, die Pressemitteilung der Zeitschrift CAPITAL via RTL möchte uns die Nachhaltigkeit der Bankenwelt näher bringen. Kann man das wirklich ernst nehmen? Entscheiden sie selbst. Wir möchten ihnen das nicht vorenthalten, damit sie sich ein eigenes Urteil bilden können:

Demnach fahren viele Finanzinstitute ihre Klimaziele derzeit zurück, allerdings treiben einige Banken ihre nachhaltigen Geschäftsmodelle weiter konsequent voran. Das zeigt die aktuelle Untersuchung nachhaltiger Bankangebote, die das Münchener Institut für Vermögensaufbau (IVA) im Auftrag des Wirtschaftsmagazins Capital durchgeführt hat. Für die Studie wurden 68 Finanzinstitute eingeladen, darunter Privatbanken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken. 13 Anbieter nahmen teil, elf Banken wurden schließlich bewertet. Im Durchschnitt erreichten sie 75,7 von 100 möglichen Punkten und lagen damit leicht über dem Vorjahreswert.

Angeführt wird das Ranking in diesem Jahr von der GLS Bank. Mit 91,9 Punkten setzt sich das sozial-ökologische Institut erstmals an die Spitze der Untersuchung. Auf den weiteren Plätzen folgen die Bank für Kirche und Diakonie (KD-Bank) mit 91,4 Punkten sowie die Deutsche Apotheker- und Ärztebank mit 79,8 Punkten. Insgesamt erreichten fünf Banken die Höchstwertung von fünf Sternen.

Den größten Sprung nach vorn machte die Targobank. Das Institut verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um fast zwölf Punkte auf 70,1 Punkte. Vor allem bei der Unternehmensführung sowie im Kreditgeschäft konnte die Bank deutlich zulegen. Das Beispiel zeigt, dass auch Banken ohne ausgeprägtes Ökoprofil ihr Angebot nachschärfen können. Zu den größten Absteigern zählt dagegen die Umweltbank. Sie verlor im Vergleich zum Vorjahr mehr als elf Punkte und kam auf 76,0 Punkte. Ausschlaggebend waren vor allem niedrigere Bewertungen beim Produktangebot sowie bei der Transparenz einzelner Nachhaltigkeitskriterien. Für die Höchstwertung von fünf Sternen reichte es dennoch.

Die teilnehmenden Banken legen ein hohes Maß an Engagement an den Tag und entwickeln ihre Nachhaltigkeitsansätze weiter“, sagt IVA-Studienleiter Wolfgang Kuhn. Gerade in Zeiten politischen Gegenwinds zeige sich, welche Institute das Thema langfristig ernsthaft verfolgen.

Über die Untersuchung
Für die Untersuchung stellte das IVA den Banken einen Fragenkatalog mit insgesamt 145 Fragen. Bewertet wurden drei Bereiche: die Nachhaltigkeit des Finanzinstituts selbst (40 Prozent der Gesamtwertung), das nachhaltige Produktangebot (30 Prozent) sowie nachhaltige Finanzierungen und Kreditvergaben (30 Prozent). Maximal waren 100 Punkte erreichbar.

Mit anderen Worten
Die „Studie“ beruht auf einer Selbstauskunft mit einem Fragebogen von 145 tollen Fragen. Warum wurden nur 11 von 13 Anbietern bewertet? – und die Anfrage an ursprünglich 68 Banken zeigt doch die Bedeutung dieser Studie.

Nachtrag 31.03.2026:

Folgen Fragen haben hatten wir zur Studie, die uns auch umfassend beantwortet wurden:

Welche Fragen wurden gestellt? Sprich was definiert eine nachhaltige Bank?
Warum wurden nur 11 von 13 Banken berücksichtigt?

Hier die Anworten:

Nur 11 von 13 Banken wurden für die Studie berücksichtigt, weil zwei Teilnehmer nur lückenhafte Angaben gemacht hatten.

Das und alle Informationen zur Methode und Bewertung finden Sie in dem vollständigen Artikel

https://www.capital.de/geld-versicherungen/nachhaltige-banken-im-test–das-sind-besten-gruenen-banken-2026-37232072.html  

Zur Studie vermerken wir dort: 

Das Institut für Vermögensaufbau (IVA) hat die Nachhaltigkeit deutscher Banken untersucht. 68 Finanzinstitute – Privatbanken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken – sind Ende 2025 zur Teilnahme eingeladen worden, darunter auf Nachhaltigkeit spezialisierte Häuser. Entscheidend für die Auswahl waren Bilanzsumme und Marktrelevanz. Auch nicht eingeladene oder getestete Institute können nachhaltig sein. An der Studie nahmen 13 Anbieter teil, einer mehr als im Vorjahr. Wegen lückenhafter Angaben zweier Teilnehmer wurden am Schluss nur elf Banken bewertet.

Beim Test waren maximal 100 Punkte zu erreichen. Das IVA stellte den teilnehmenden Banken 145 Fragen in drei Teilbereichen: zur Nachhaltigkeit des Finanzunternehmens selbst (40 Prozent der Gesamtbewertung), zum nachhaltigen Produktangebot (30 Prozent) sowie der nachhaltigen Finanzierung und Kreditvergabe (30 Prozent). Zur besseren Lesbarkeit wurden die Punktzahlen in den einzelnen Bereichen in Symbole umgerechnet.

Um die Nachhaltigkeit im Unternehmen zu bewerten, analysierte das IVA im Bereich Klima und Umwelt, ob die Banken ihren CO₂-Ausstoß erfassen und steuern, Ziele zur Emissionsreduktion formulieren, erneuerbare Energien nutzen oder umweltfreundliche Mobilitätsangebote für ihre Beschäftigten fördern.

Unter der Rubrik Soziales bewerteten die Tester unter anderem Maßnahmen zur Mitarbeiterentwicklung, Gleichstellung, Diversität und gesellschaftlichem Engagement.

Bei der Unternehmensführung wurden unter anderem Nachhaltigkeitsstrategien, Transparenz, Führungsstrukturen sowie die Verankerung von Nachhaltigkeitszielen in der Vergütung von Vorstand oder Geschäftsleitung berücksichtigt.

Im Produktbereich analysierte das IVA die nachhaltigen Angebote der Banken. Dazu zählen aktive und passive Fonds aus dem eigenen Haus oder von Kooperationspartnern, nachhaltige Giro-, Spar- und Vorsorgeprodukte sowie Versicherungen. Wenn ein Institut einzelne Produktkategorien grundsätzlich nicht anbietet, wurden die erreichbaren Punkte in anderen Unterkategorien so angepasst, dass daraus keine Nachteile entstanden.

Darüber hinaus prüfte das IVA, ob Banken bei der Kreditvergabe an Privat- und Unternehmenskunden soziale und ökologische Kriterien berücksichtigen. Bewertet wurde auch, ob nachhaltige Finanzierungen durch Zinsvorteile gefördert werden und ob Banken die tatsächliche Verwendung der Mittel sowie deren Wirkung überwachen.

Unsere Kooperationspartner wählen wir sorgfältig aus. Ihre fachliche Expertise bringt es jedoch mit sich, dass sie – wie hier das IVA – geschäftliche Beziehungen zu bewerteten Unternehmen unterhalten können. Die redaktionelle Unabhängigkeit und Neutralität der Bewertung sind davon unberührt.

Die Höchstnote von fünf Sternen erhalten Banken mit 75 Punkten und mehr. Vier Sterne gab es bei einer Punktzahl von 60 bis 74,9 Punkten. Anbieter mit einer Vier- oder Fünf-Sterne-Bewertung können ein Capital-Siegel erwerben und damit werben.“

Die Antworten bekamen wir von Frau Zepelin aus der Chefredaktion „Capital“, vielen Dank!

Quelle:
CAPITAL / RTL