[Berlin]
In der Nacht von Samstag, 24. Oktober, auf Sonntag, 25. Oktober 2026 werden erneut die Uhren von der Sommer- auf die Winterzeit umgestellt. Die Nacht ist dadurch eine Stunde länger. Die Zeitumstellung erfolgt von 03:00 Uhr auf 02:00 Uhr und gleicht jedoch nur die eine Stunde aus, die uns bei der Umstellung auf die Sommerzeit abhandengekommen ist.
Das Konzept wird von vielen kritisch gesehen
Die Winterzeit wird als die „Normalzeit“ betrachtet. Diese war in den Jahren 1950 bis 1980 dauerhaft gültig. Erst im Jahr 1980 wurde wieder auf die Sommerzeit umgestellt. Man versprach sich dadurch eine bessere Nutzung des Tageslichts und eine Schonung der Energievorräte. Erstmals wurden 1916 in Irland und Großbritannien die Uhren auf Sommerzeit umgestellt, kurze Zeit später folgte Deutschland. Laut Studien wird durch die Zeitumstellung jedoch kaum Energie gespart.
Auch klagen viele über Probleme, sich an den Zeitwechsel zu gewöhnen – mit Schlaflosigkeit und Abgeschlagenheit als Folge. Ich frage mich dann immer, ob diese Menschen nie Fernreisen in andere Zeitzonen machen? (Anmerkung)
EU-Votum
In einer Online-Umfrage der Europäischen Kommission sprachen sich 2018 über 80 Prozent der Teilnehmer für ein Ende der Zeitumstellung aus. Das Europäische Parlament stimmte im Jahr 2019 mehrheitlich dafür, die halbjährliche Umstellung zu beenden. Dabei blieb es dann auch. Man konnte sich nicht einigen, ob dauerhaft die Sommer- oder die Winterzeit (Normalzeit) gelten soll. Auch ein „Flickenteppich“ aus Zeitzonen innerhalb von Europa sollte vermieden werden.
Derzeit scheint eine kurzfristige Abschaffung nicht möglich. Es gibt Pläne, dies bis zum Jahr 2031 zu sondieren.
Symbolbild
Holger Much
